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Info-Brief 12/2004 - "Das Glücksprinzip"
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Kürzlich habe ich den Film "Das Glücksprinzip" gesehen, der bezeichnenderweise nur sehr
kurz in den Kinos gelaufen ist. Ich finde, dass er einen Tag vor Weihnachten eine
wichtige Botschaft für unsere schwierige Zeit bringt, die ich mit den Lesern meines
Newsletters teilen möchte.
In diesem sehenswerten Film wird der Sohn einer alleinerziehenden, alkoholabhängigen
Mutter mit den ungewöhnlichen Unterrichtsmethoden seines Sozialkundelehreres
konfrontiert. Dieser schreibt (sinngemäß) an die Tafel: "Überlege Dir, wie Du die Welt
verbessern kannst. Und dann werde aktiv." Für den kleinen Jungen ist dies der
Startschuß zu einem ungewöhnlichen Experiment. Seine Idee ist, jemandem zu helfen,
der dies nicht aus eigener Kraft tun kann, und es muss etwas großes sein, wie man
ihm hilft. Darüber hinaus zeichnet er einen Plan, was passiert, wenn er 3 Personen
hilft, und jede dieser 3 Personen wiederum weiteren 3 Personen, usw. Wie eine
Lawine würde die Welt von guten Taten überrollt ...
Aus der Sicht des Jungen scheitert sein Plan, da seine Hilfe zunächst nicht zu
positiven Veränderungen in der Welt beigetragen hat. Doch die Lawine erreicht tatsächlich
die andere Küste der USA, wo ein Reporter davon erfährt - und sich auf die Suche
nach dem Verursacher macht.
Vielen mag der Schluß zu amerikanisch-kitschig sein, als der Junge bei dem beinahe
verzweifelten Versuch, einem Schulkameraden zu helfen, der von anderen Jungen seiner
Schule verprügelt wird, erstochen wird. Als Folge pilgern viele Menschen zu dem
Haus seiner Mutter, und erweisen ihm damit die letzte Ehre. Aber ist es nicht genau
das, was in der Welt so oft passiert? Wer wirklich etwas zum Positiven verändern
will, der hat es sehr schwer - manchmal wird er ermordet. Alfred Herrhausen, der
einen Schuldenerlaß für die Dritte Welt initiieren wollte, Mahatma Gandhi, John F.
Kennedy und viele andere mögen als Beispiele dafür dienen. Aber es liegt an uns,
dafür zu sorgen, dass ihre Idee weiterlebt.
Und als zusätzliche - und manchmal vielleicht sogar viel schwerere - "Aufgabe" möchte
ich dem Vorschlag des Jungen einen weiteren hinzufügen: "Überlege Dir, wie Du
die Welt verbessern kannst, indem Du etwas nicht mehr tust, was Du bisher getan
hast. Und dann werde aktiv." Wie schwer dies sein kann, zeigen einige einfache
Beispiele: Ein Durchschnittsraucher vernichtet alle 3 Monate einen Urwaldbaum,
ein Mitarbeiter eines Chemieunternehmens hilft täglich dabei mit, die Lebensgrundlagen
unseres Planeten Schritt für Schritt zu zerstören, das Geld eines "normalen"
Geldanlegers sorgt täglich dafür, Not und Elend auf der
Welt zu verbreiten und kurzsichtiges Handeln zu fördern. In jedem der gezeigten
Fälle ist es eine wirklich große Tat, sein Handeln zu unterlassen!
Ich weiß, dass diese letzte "Aufgabe" für manche Menschen nur schwer zu realisieren
ist. Aber große Aufgaben bieten auch große Wachstumschancen, und wer dabei Hilfe
benötigt, für den gibt es die Möglichkeit, mit dem Besuch eines
Coachings oder
Seminars das eigene Wachstum zu
beschleunigen, wobei ich ihm gerne helfe ;-))
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