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Mahatma Gandhi: Was Indien befreite, befreit auch Sie

     Info-Brief 8/2005 - "Was Indien befreite, befreit auch Sie"




Mahatma Gandhi ist einer der wenigen Menschen (wie auch Jesus, Buddha, der Dalai Llama, Mutter Theresa oder Einstein), deren Ruf in der Öffentlichkeit praktisch makellos ist, und der auch von seinen Gegner höchste Achtung erhält. So habe ich mich kürzlich mit einem Buch beschäftigt, das sich mit diesem Meister der Spiritualität befasst: "Mahatma Gandhi" von Anand Nayak. Während dieser Lektüre bemerkte ich, dass das von mir angebotene Resonanzcoaching auf vielen der Prinzipien der Satyagraha-Philosophie Gandhi´s beruht. Man könnte also behaupten, dass das, was Indien befreit hat, in der Lage ist, auch Sie zu befreien! ;-)) (Dazu werde ich aus diesem Buch zitieren, und die Zitate kommentieren.) "Befreien" im Sinne dessen, Sie freizumachen von allen Lebensumständen, die Ihnen nicht gefallen, für diejenige Realität, die Sie sich sehnlichst wünschen.

(S. 73) Von denen, die Geld haben, wird nicht erwartet, dass sie es wegwerfen; es wird aber erwartet, dass es ihnen gleichgültig ist. Sie müssen bereit sein, eher den letzten Pfennig zu verlieren, als den passiven Widerstand aufzugeben.
Was hier in Bezug auf Geld und den Widerstand gegen die Engländer erwähnt wird, ist für alle Lebensumstände und Ziele zu verallgemeinern: Der Verlust des letzten Pfennigs entspricht der inneren Bereitschaft, das Schlimmste in Bezug auf sein Ziel zu erleben. Wer dazu bereit ist, erschafft die geringste Wahrscheinlichkeit, dass dieses Schlimmste geschieht - und damit die höchste Wahrscheinlichkeit zur Erreichung seines Ziels.

(S. 92) Indem ich Satyagraha anwandte, entdeckte ich von den ersten Schritten an, dass Gewalt in keiner Weise ein Mittel sein kann, den Gegner zu ändern, denn er muss heilig sein.
Ein Problem entsteht gerade daraus, dass man bisher versucht hat, die andere Seite zu bekämpfen. Dieses "bekämpfen" kann körperlich stattfinden, aber auch nur durch Worte oder innere Ablehnung. So lange wir etwas bekämpfen, können wir nicht die ganze Wahrheit herausfinden, die uns dazu gebracht hat, den Gegner bzw. die Situation abzulehnen. Die Folgen eines Kampfes gegen etwas sind fatal, wie schon der Prophet Hiob im Alten Testament beschrieb (Buch Hiob, 3, 25): Denn das Schreckliche, das ich befürchtete, ist über mich gekommen, und wovor mir graute, das hat mich getroffen. So richten wir durch Kampf und Widerstand unsere gesamte Energie auf das, was wir bekämpfen - und erzeugen genau dieses. Beispiele können das Bekämpfen des "Bösen" durch die christlichen Kirchen sein, das Bekämpfen von Krankheit durch die Schulmedizin, oder das Bekämpfen des Terrors durch sich demokratisch wähnende Politiker. All diesen Fällen ist gemeinsam: Was bekämpft wird, wächst und gedeiht. Die Lösung liegt darin, den Kampf zu beenden, und zu einer Haltung der Gelassenheit und des Friedens zu kommen. In dem Maße, in dem diese innere Ausgeglichenheit wächst, vermehrt sich auch die Fähigkeit, alle Aspekt des "Gegners" zu konfrontieren. Und aus dieser Fähigkeit zur Konfrontation erwächst die Möglichkeit, vernünftig zu handeln.

(S. 93) Wer im Besitz der Wahrheit ist, ist von der Angst befreit.
"Wahrheit" bezieht sich im Coaching auf das, was unser Geist als Wahrheit sieht. Um das zu verstehen, müssen wir uns gegenwärtig machen, wie unser Gehirn funktioniert: Jedes Ereignis, das wir jemals erlebt haben, wird in unserem Bewusstsein mit anderen Ereignissen verknüpft. Diese Verknüpfung geschieht aufgrund kleiner Details, z.B. einem ähnlichen Geruch, einem Geräusch, einer ähnlichen "Energie" einer Person, usw. Aus dieser Art der Verknüpfung folgt unmittelbar, dass sie meist höchst unlogisch ist. Das Fatale an dieser Verknüpfung ist, dass wenn nur eines der verknüpften Ereignisse mit hohem Stress, Bewusstlosigkeit und unerledigten Handlungen zu tun hat, jedes der verknüpften Ereignisse diesen Stress, die Bewusstlosigkeit und die unerledigten Handlungen wieder in Erinnerung rufen - trotzdem die meisten Ereignisse wahrscheinlich neutral sind. Im Coaching erreicht der Klient am Ende der Sitzung genau dann einen sehr guten, höchst bewussten, interessierten und gelassenen Zustand, wenn er alle diese Verknüpfungen (seine individuelle "Wahrheit") aufgedeckt hat.

(S. 93) Satyagraha ist reine Seelenkraft. Die Wahrheit ist die Essenz der Seele. Darum wird diese Kraft satyagraha genannt.
Der Begriff des Satyagraha setzt sich zusammen aus dem Sanskrit-Wort "Sat" bzw. "Satya" für Wahrheit, und "Agraha" für "Festigkeit, Beharrlichkeit". Während des Vorgangs des Resonanzcoachings wird der Klient so lange und beharrlich mit seiner individuellen Wahrheit (vor Beginn des Coachings) konfrontiert, bis er alle geistigen Zusammenhänge erkennt. Aus dieser Erkenntnis heraus ist eine ganz andere Sicht auf das Geschehnis, das bearbeitet wird, möglich; es entsteht eine neue, vollständigere "Wahrheit", die dem Klienten wesentlich mehr Handlungsmöglichkeiten erschließt.

(S. 95) Wahrheit und Liebe waren für Gandhi untrennbar miteinander verbunden, denn das "Gebot der Liebe ist nichts anderes als ein Gesetz der Wahrheit".
Schon vor vielen Jahrtausenden erkannten die indischen Yogis, dass wir so lange unsere eigene göttliche Essenz nicht wahrnehmen können, so lange wir innerlich aufgewühlt sind, und entwickelten den Yoga-Weg als Mittel, diese innere Unruhe zu beenden. Mit den Worten Yogas chitta vritti nirod fasste der indische Weise Patanjali in seinen berühmten "Yoga-Sutren" die Essenz der indischen Lehre in diesen wenigen Worten zusammen: "Yogas" bedeutet dabei Einheit, "chitta" sind die Gefühle oder Emotionen (des Herzens), "vritti" bezeichnet Energiewirbel (oder -wellen) und mit dem Sanskrit-Wort "nirod" ist die Neutralisation beschrieben. Der Satz bedeutet also, dass die Einheit (mit Gott) erreicht wird, indem die Energiewirbel oder -wellen, ausgelöst durch die Gefühle, neutralisiert werden.
Die Erkenntnis der ganzen, individuellen Wahrheit in Bezug auf eine Situation führt zu innerer Ausgeglichenheit, und neutralisiert damit die Gefühle in Bezug auf diese Situation. Jeder, der diesen Vorgang für viele Situationen wiederholt, die ihn bisher aus seinem inneren Gleichgewicht gebracht haben, wird feststellen, dass dadurch die Fähigkeit zu lieben wächst - denn die innere Ruhe, die entsteht, wenn wir die wichtigsten Situationen neutralisiert haben, die uns bisher Unbehagen bereitet haben, lässt uns die eigene Göttlichkeit, die sich als Liebe zeigen kann, erkennen. Vergleichbar ist dieser Vorgang mit einem See: Wenn der See aufgewühlt ist, können wir nicht erkennen, was am Grunde des Sees ist. Hat sich die Oberfläche des Sees jedoch beruhigt, sehen wir bis zum Grund. Am Grunde unserer Seele finden wir die Liebe.

(S. 95) Deshalb trägt er keine materiellen Waffen, sondern führt seinen Widerstand bis zum Ende fort, ohne sich vor dem Tod zu fürchten. Das bedeutet, dass der Satyagrahi mehr Mut haben sollte, als der Mann, der sich auf seine physische Kraft verlässt. Somit ist die erste Sache, die ein Satyagrahi benötigt, die Suche nach Wahrheit, das Vertrauen in die Wahrheit.
"Ohne sich vor dem Tod zu fürchten" - hier ist nochmals die "schlimmste Variante" angesprochen, die bereits auf Seite 73 erwähnt wurde. Schwerste Schockerlebnisse und traumatische Erfahrungen können unmittelbar zum Tode führen, sie führen aber - sofern sie nicht bearbeitet werden - in jedem Fall zu einem stufenweisen Tod: Jedes solche unbearbeitete Erlebnis führt zu einer Reduzierung der Bewusstheit, und damit schließlich zu einem "schleichenden Tod". Die Bearbeitung solcher Themen erfordert Mut, mehr Mut als sich diesem "schleichenden Tod" auszusetzen, denn der graduelle Abstieg ist kaum wahrnehmbar, wogegen das Bewusstsein sich wohl an die extremen Gefahren vergangener starker Schockerlebnisse erinnert, und diese mit der echten Gefahr des Todes assoziiert. Trotzdem besteht bei dem Vorgang der Neutralisation (z.B. durch Resonanzcoaching) diese Gefahr aus verschiedenen Gründen nicht, vor allem auch, da der Trainer darauf achtet, dass die richtigen Voraussetzungen geschaffen sind, die das Geschehnis erlebbar gestalten.

(S. 95) Satyagraha ist eine Macht in sich selbst. Sie braucht weder eine Bestätigung vom Gegner noch irgendeine äußere Motivation. Sie ist unwiderstehlich und "hängt nur von sich selbst ab". Nach der spirituellen Tradition Indiens betont Gandhi den Sinn des Satyagraha als Kraft der Seele.
Viele Menschen kennen Szenen, in denen eine Sängerin durch das Singen eines bestimmten Tons ein Glas zum Zerspringen bringen kann, oder eine Kompanie marschierender Soldaten eine Brücke zum Einsturz bringen kann. Hier ist eine der stärksten Kräfte im Universum am Werk: die Kraft der Resonanz. Satyagraha ähnelt dieser Kraft sehr. Wenn zu einem Thema eine klare Wahrheit besteht, und alle Bedenken, Stressfaktoren und unbeendeten Handlungen neutralisiert wurden, so ist auch die Resonanz eine Macht in sich selbst - was bedeutet, dass Dinge, die zur Erreichung dieses Themas nötig sind, praktisch von selbst geschehen - unwiderstehlich. Resonanz wirkt immer in unserem Leben. Leider sind wir jedoch zu vielen Themen innerlich selbst nicht klar, so dass sich - wie bei physikalischen Kraft-Vektoren, die sich teilweise gegenseitig aufheben - unser Ziel nur schwer oder sogar überhaupt nicht verwirklichen lässt. Wenn wir aber alle geistigen Hindernisse neutralisiert haben, so läuft unser Leben "wie geschmiert", und dies unabhängig davon, ob die äußeren Faktoren (Wirtschaftslage, öffentliche Meinung, Trends, Qualifikationen, ...) "passen" - es "hängt nur von uns selbst ab".

Diese Erkenntnisse finden auch in neueren Publikationen ihren Ausdruck - wenn auch auf weit mathematischere Art und Weise: Rene Egli, manchem bekannt durch das "LOL²A-Prinzip", hat in seinem Büchlein zum Thema Reichtum sein LOL²A-Prinzip mit dem Ohm´schen Gesetz verglichen:

(1) Stromfluss (I) = Spannung (U) / Widerstand (R)

Mit dem Stromfluss (I) lässt sich wiederum eine Leistung (P) erzielen, wenn man I mit der Spannung (U) multipliziert. Setzt man die Formel für den Stromfluss in die Formel für die Leistung ein, so erhält man:

(2) Leistung = Spannung² / Widerstand.

Man steigert also die Leistung, indem man die Spannung erhöht oder den Widerstand vermindert. Vergleichen wir den Stromfluss mit dem Lebensstrom, und die Spannung mit der treibenden Kraft im Leben, der Liebe, so erhalten wir eine ähnliche Formel wie (1):

(1´) Lebensstrom = Liebe / Widerstand

Auch hier ist der Lebensstrom nicht diejenige Größe, die man sucht, sondern der "Effekt", den man damit erzielt, ist gefragt: Erfolg (im Sinne von Reichtum, Zufriedenheit, Gesundheit, usw.). Analog (2) setzen wir die Leistung mit Erfolg gleich, und erhalten deshalb:

(2´) Erfolg = Liebe² / Widerstand

Erfolg ist also abhängig von unserem Vermögen zu lieben, aber auch davon, dass wir unsere Widerstände gering halten. Und wie halten wir unseren Widerstand gering? Indem wir lernen, ein Thema vollständig zu konfrontieren, das Schlimmste geistig akzeptieren und damit das Thema loslassen können.